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Fünf Verletzte bei Flugzeug-Notlandung in München

17.05.12 (Travel-News)

Fünf Verletzte bei Flugzeug-Notlandung in München

(Reuters) Ein Linienflugzeug der Lufthansa -Tochter Air Dolomiti hat nach einem Kabinenbrand eine Bruchlandung in München hingelegt. Dabei seien am Donnerstag fünf Passagiere verletzt worden, teilte die Polizei mit. Kurz nach Beginn des Flugs von München nach Venedig habe sich im Cockpit und in der Kabine Rauch gebildet. Bei der Umkehr zum Flughafen habe es Triebwerksprobleme gegeben, erklärte die italienische Fluggesellschaft. Nach der Landung kam das Flugzeug mit 58 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern an Bord von der Piste ab und auf dem Grünstreifen zum Stehen.

Die südliche Start- und Landebahn sei vorübergehend gesperrt worden, sagte ein Flughafensprecher. Rund 20 Flüge hätten auf andere Airports ausweichen müssen.

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Hauptstadtflughafen soll erst im März 2013 öffnen

17.05.12 (Travel-News)

Hauptstadtflughafen soll erst im März 2013 öffnen

Berlins Regierender Wowereit (l) und Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck (beide SPD) verkündeten den neuen Termin.

Der Hauptstadtflughafen wird erst im kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen. Als neuer Eröffnungstermin wurde der 17. März 2013 festgelegt.

Das habe der Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft nach langen Beratungen beschlossen, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), am Donnerstag in Schönefeld. Der größter Kunde des Flughafens, die Fluggesellschaft Air Berlin, kritisierte die Entscheidung scharf.

Als Konsequenz aus der kurzfristigen Absage der für Anfang Juni geplanten Eröffnung muss der Flughafen-Chefplaner Manfred Körtgen zum 1. Juni seinen Hut nehmen. Außerdem werde die Generalplanung für den Willy-Brandt-Flughafen dem Konsortium PGBBI entzogen, sagte Wowereit. Diese Aufgabe soll die Flughafengesellschaft selbst übernehmen. Zu PGBBI gehört auch das Büro des Flughafen-Architekten Meinhard von Gerkan.

Die Terminentscheidung für den nächsten März sei einvernehmlich getroffen worden, sagte Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba für die Bundesregierung. Der Bund trägt die Flughafengesellschaft zusammen mit den Ländern Berlin und Brandenburg.

Grund für die Verschiebung war das Brandschutzsystem, das nicht rechtzeitig fertig wurde. Die pünktliche Inbetriebnahme sei „an ein paar Wochen gescheitert“, sagte Wowereit. Jetzt seien noch zehn Monate nötig, „weil vieles, was mit Termindruck möglich gewesen wäre, ohne Termindruck nicht möglich ist“. Ursprünglich sollte der Flughafen Ende Oktober 2011 öffnen, dieses erste Datum wurde bereits 2010 um sieben Monate verschoben.

Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn reagierte zornig auf das Eröffnungsdatum 17. März. „Dies ist völlig unakzeptabel und fügt Berlin als Flughafen-Drehkreuz einen kaum mehr reparablen und deshalb unerträglichen Image-Schaden zu“, stellte er fest. Air Berlin befördert in der Hauptstadt ein Drittel der Passagiere, mehr als die Konkurrenten Lufthansa und Easyjet.

„Wir erleiden dadurch nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen Imageschaden für unser Drehkreuz, der finanziell kaum zu beziffern ist“, kritisierte Mehdorn. Seine bisherige Heimatbasis Tegel sei für das geplante Drehkreuz für Umsteigeverkehr viel zu klein und völlig ungeeignet. Mehdorn hatte sich nach der Absage für Juni für einen Betriebsstart Ende Oktober stark gemacht.

Für die Lufthansa ist der späte Start „bedauerlich“. Im Sinne eines sicheren und stabilen Flugbetriebs sei der Termin aber richtig, sagte Sprecher Peter Schneckenleitner. Ähnlich äußerte sich Easyjet.

Wowereit sagte, die zuständige Behörde werde die zuletzt angestrebte teilautomatische Lösung für den Brandschutz nicht genehmigen, was zusätzliche Arbeiten erforderlich mache. Zudem eigne sich ein Termin im Winter wegen Wetterrisiken nicht für die Inbetriebnahme. „Wir werden alles tun, um den Flughafen zum Erfolg zu führen“, versicherte Wowereit.

Schwarz räumte ein, er mache sich „Sorgen um Tegel“. Über den schon jetzt überlasteten alte Flughafen sollen schon im Sommer mehr Flüge vor allem der Lufthansa und von Air Berlin abgewickelt werden. Für das Gepäck der Umsteiger von Air Berlin müssten mehr Dienstleister eingesetzt werden. Schwierigkeiten sehe er auch für den kommenden Winter, wenn in Tegel mehr Maschinen enteist werden müssten. „Es liegt ein gigantischer Berg an Arbeit vor uns“, sagte er zur Umplanung auf dem neuen und den beiden alten Berliner Flughäfen.

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China bald größter Markt für Porsche

22.04.12 (Travel-News)

China bald größter Markt für Porsche

Kein anderer Markt der Welt wächst so schnell wie China. Der Absatz in den ersten drei Monaten des Jahres ist um 38 Prozent auf 7121 Porsche gesteigert worden.

China wird die USA spätestens bis nächstes Jahr als größter Markt für Porsche weltweit überholen. „Wir haben hier außergewöhnliches Wachstum“, sagte der Vertriebsvorstand Bernhard Maier am Sonntag vor der Internationalen Automesse in Peking, die am Montag die Pforten öffnet.

Kein anderer Markt der Welt wachse so schnell wie China. „Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr wieder zweistelliges Wachstum erreichen werden.“ In China sei der Absatz im ersten Quartal sogar um 38 Prozent auf 7121 Porsche gesteigert worden. Zwar habe sich der Absatz in den USA stark erholt, doch gebe es ein „knappes Kopf-an-Kopf-Rennen“. Dass China größter Markt werde, „könnte dieses Jahr möglich sein“, sagte Maier. Andere Porsche-Kreise verwiesen später eher vorsichtig auf nächstes Jahr. Deutschland liegt nur noch auf Platz drei.

Auf keinem anderen Markt der Welt wurden schon zwei Jahre in Folge so viele Geländewagen Cayenne verkauft wie im Reich der Mitte. Auch für die Limousine Panamera ist China der größte Markt. In einer Weltpremiere stellt Porsche auf der Pekinger Automesse den Cayenne GTS vor. Auch wird erstmals in Asien die neue Generation des Boxster präsentiert. Die Autoshow in der chinesischen Hauptstadt dauert bis 2. Mai und soll nach Presseberichten rund 800 000 Besucher anlocken.

Wie Porsche setzt auch Lamborghini voll auf den chinesischen Markt. Der italienische Sportwagenhersteller, der zum Volkswagen-Konzern gehört, konnte seinen Absatz in China 2011 um 66 Prozent auf 342 Autos steigern, berichtete Asien-Pazifik-Chef Christian Mastro. Die superschnellen Flitzer seien sehr gefragt, obwohl 240 Prozent Importzoll aufgeschlagen werden müssten. Vor fünf Jahren habe Lamborghini erst 28 Autos in China verkauft.

Nach einem Rekordjahr 2011 will Porsche in diesem Jahr auch weltweit weiter „zweistellig“ wachsen, sagte Vertriebsvorstand Maier. Im ersten Quartal hatte Porsche seinen weltweiten Absatz um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 30 553 Autos gesteigert. In China wolle Porsche aber schneller als der Premium-Markt wachsen, der 2011 um rund 20 Prozent zugelegt hatte.

Um der starken Nachfrage in China nachzukommen, wird der Sportwagenhersteller sein Händlernetz in China bis 2015 von heute 42 auf 100 mehr als verdoppeln. Von den zwölf größten Händler weltweit seien zehn allein in China, berichtete der China-Chef von Porsche, Helmut Broeker. Während Händler in Deutschland etwa 150 bis 160 Porsche im Jahr verkauften, seien es in China 600 bis 800.

Die typischen Kunden stammten meist aus der reichen Oberklasse und seien in China mit 40 Jahren durchschnittlich jünger als anderswo. Sie besäßen Immobilien und führen im Schnitt insgesamt vier Autos – darunter Luxuslimousinen oder „eine Reihe anderer Sportwagen wie Lamborghini, Ferrari“. Ihr durchschnittliches Jahreseinkommen wurde auf etwa 400 000 Euro geschätzt. „Dass sie so jung sind, ist eine gute Grundlage für weiteres Wachstum“, sagte Maier.

Der Anteil der Frauen unter den Porsche-Fahrern ist in China mit 30 Prozent auch deutlich höher als sonst mit 13 Prozent. Auch knapp die Hälfte der Manager bei Porsche in China seien Frauen, betonte China-Chef Broeker. Wegen der großen Nachfrage in China betrage die Wartezeiten heute neun bis zwölf Monate, während die Dauer weltweit von sechs auf fünf reduziert werden konnte. In China seien im vergangenen Jahr 24 340 Porsche verkauft worden.

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IWF-Aufstockung: Europa in Schuldenkrise weiter unter Druck

22.04.12 (Travel-News)

IWF-Aufstockung: Europa in Schuldenkrise weiter unter Druck

Der zweite Billionen-Dollar-Rettungsschirm in der Schuldenkrise steht: Der G20-Club der Top-Wirtschaftsmächte einigt sich nach kurzem, aber heftigen Streit, die «Feuerkraft» des IWF zu erhöhen.

Europa steht trotz eines zweiten Billionen-Rettungsschirms gegen die Schuldenkrise weiter unter Zugzwang.

Die anderen Industrie- und Schwellenländer mahnten auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Wochenende in Washington zusätzliche Schritte gegen die Krise an. Bei Reformen, Schuldenabbau und Konjunkturhilfen dürfe nicht nachgelassen werden, schrieben die Top-Wirtschaftsmächte in die Abschlusserklärung des Treffens. Dagegen sieht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auch die anderen Länder außerhalb der Euro-Zone in der Pflicht.

Die Rufe nach stärkerer Krisenbekämpfung folgten dem Beschluss der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer G20, die Feuerkraft des IWF für Staaten in Schieflage um mehr als 430 Milliarden Dollar (325 Mrd Euro) aufzustocken. Damit wird neben dem höheren Schutzwall um die Euro-Länder ein weiterer Rettungsschirm im Umfang von einer Billion US-Dollar aufgespannt. IWF-Chefin Christine Lagarde lobte den Schritt als „extrem wichtig“, da die noch immer gefährliche Eurokrise globale Ansteckungsrisiken berge und die Konjunktur „fragil“ mache.

Der Schutzschirm könne weitere Anstrengungen in Europa aber nicht ersetzen, mahnte der Vorsitzende des IWF-Lenkungsausschusses, Singapurs Finanzminister Tharman Shanmugaratnam: „Wenn die Reformen an Glaubwürdigkeit verlieren, wenn die Reformen an Fahrt verlieren, dann ist die Brandmauer ehrlich gesagt nicht genug“. Es müsse alles dafür getan werden, in zwei bis drei Jahren wieder auf ein „normales Wachstum“ zu kommen. US-Finanzminister Timothy Geithner forderte Europa auf, „seine Werkzeuge und Prozesse kreativ, flexibel und aggressiv zu nutzen.“

Schäuble forderte hingegen von den G20-Partnerländern, die Zusagen beim Schuldenabbau und der Finanzmarktregulierung einzuhalten. „Nicht nur Europa steht vor großen finanzpolitischen Herausforderungen“, sagte er dem Lenkungsausschuss des IWF laut Redemanuskript. Vor allem die USA und Japan müssten ihre Defizite und Schulden in den Griff bekommen. Nach der Sitzung bekräftigte er, Europa habe seinen Beitrag geleistet und sei geschlossen aufgetreten. Zugleich räumte er ein, dass die Krise noch nicht ausgestanden sei: „Wir sind nicht überm Berg, aber wir sind vorangekommen.“

Über die Einigung auf den höheren IWF-Rettungsschirm zeigte sich Schäuble erleichtert: „Das zeigt, dass wir ein großes Maß an Solidarität haben in der Weltgemeinschaft, um in Krisensituationen handlungsfähig und reaktionsfähig zu sein.“ Die USA als größter Anteilseigner der Finanzfeuerwehr beteiligen sich allerdings nicht an der Aufstockung. Sie hatten das schon vorab damit begründet, dass Europa genügend eigene Mittel habe und der IWF auch ohne frisches Geld gut bestückt sei. Schäuble sagte, der Beitrag der USA sei gewesen, die Mittelaufstockung nicht verhindert zu haben.

Großer Widerstand war auch von Schwellenländern gekommen, die mehr Mitspracherecht bei dem Fonds fordern. Zusagen machten Brasilien, Indien, China und Russland erst in letzter Minute, allerdings ohne konkrete Summen offenzulegen. Die aufstrebenden Mächte hätten bei den Verhandlungen nochmals darauf gedrungen, dass die 2010 verabschiedete Neuverteilung der IWF-Stimmrechte zu ihren Gunsten wie geplant zum Herbst umgesetzt werde, sagte Lagarde. Die Einhaltung dieses Termins forderte auch der IWF-Lenkungsausschuss von den Regierungen. Deutschland werde seine Zusagen einhalten, sagte Schäuble.

Laut der Bundesbank könnte die Finanzspritze für den IWF sogar noch größer ausfallen. Es gebe weitere Absichtserklärungen von Ländern, die aber vorerst nicht genannt werden wollten, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Er betonte, mit den vereinbarten zusätzlichen Kreditlinien seien die „wesentlichen Anforderungen“ erfüllt worden. Die Bank hatte unter anderem darauf gepocht, dass die Mittel allen IWF-Mitgliedsländern zur Verfügung stehen. Von den 150 Milliarden Euro der Euro-Länder für zusätzliche Ressourcen steuert Deutschland über die Bundesbank rund 41,5 Milliarden Euro bei.

Rund 50 Milliarden Euro sollen von europäischen Ländern außerhalb der Eurozone kommen. Japan will 60 Milliarden Dollar beisteuern, Südkorea und Saudi-Arabien 15 Milliarden und Australien 7 Milliarden. Aus Schwellenländern kommen demnach mindestens 68 Milliarden Dollar. „Das ist kein spezieller Topf mit einem EU-Schild drauf – er ist für alle IWF-Mitglieder“, betonte Lagarde am Samstag nochmals.

Kritik im eigenen Land musste sich der britische Schatzkanzler George Osborne gefallen lassen. Ihm wurde vorgeworfen, er binde Steuerzahler an mögliche weitere Rettungszahlungen für problemgeplagte Länder der Eurozone. Sein Land beteiligt sich mit zehn Milliarden Pfund (11,8 Mrd Euro) an der Aufstockung.

Der IWF-Lenkungsausschuss sprach sich auch für einer weitere Lockerung der Geldpolitik aus, um die Konjunktur zu stützen, solange die Inflationsziele eingehalten werden. Dem standen viele Notenbanker skeptisch gegenüber. Die Krise privater und öffentlicher Schulden sei nicht länger ein Problem, das mit größeren Schutzschirmen und einer aktiveren Notenbank bekämpft werden könne, meinte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am Freitagabend (Ortszeit). Man solle nicht auf eine Wunderwaffe hoffen, die nicht existiere. Stattdessen seien „konsistente und entschlossene Reformen“ nötig.

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Lufthansa auf Sparkurs: Airline konkretisiert Pläne

22.04.12 (Travel-News)

Lufthansa auf Sparkurs: Airline konkretisiert Pläne

Die Konkurrenz am Himmel wächst. Darauf muss auch die Lufthansa reagieren. Eine Liste des Vorstands nennt nun konkrete Schritte, wie die Airline Kosten senken will.

Der immer härtere Wettbewerb zwingt die Lufthansa zu einem strikten Sparkurs – nun hat Europas größte Fluggesellschaft ihre Pläne konkretisiert.

In einem Brief an die Mitarbeiter, listet Passage-Vorstand Carsten Spohr seine Sparpläne auf. So will die Lufthansa die Kosten der Kernmarke senken und ihre Erlöse je Fluggast steigern. Auch an die Gehälter und Altersversorgung will die Konzernführung ran. Mit dem Programm wolle sich das Unternehmen für die künftigen Herausforderungen wappnen, hieß es am Wochenende. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Widerstand an.

Die Flotte von zuletzt knapp 700 Flugzeugen soll bis 2014 nicht wachsen. Stattdessen ersetzen bereits bestellte sparsamere Flieger alte Maschinen. Dadurch soll auch der Kerosinverbrauch zurückgehen – inzwischen der wichtigste Ausgabenblock einer Fluggesellschaft. Die Personalkosten pro Flugstunde sollen um fünf Prozent sinken.

Außerdem will die Lufthansa defizitäre Strecken streichen und auf Direktverbindungen noch enger mit dem hauseigenen Billigflieger Germanwings zusammenarbeiten – „um endlich die Verluste im dezentralen Verkehr zu beenden“, wie Spohr schreibt. Dazu soll auch die Flotte vereinheitlicht werden.

Auf der Langstrecke will der Manager in vielen Fliegern die luxuriöse First Class kassieren: Auf hart umkämpften Strecken sollen künftig Economy Class und Business Class ausreichen. Außerdem prüft die Lufthansa, ob sie wie schon andere Fluglinien eine Premium Economy Class einführt. Zum Sparen sollen auch Flughäfen und Flugsicherung beitragen: Ihnen will Spohr fünf Prozent weniger bezahlen als zuletzt und setzt dazu auf Nachverhandlungen.

Die Gesellschaft sieht sich in Europa von Billigfliegern wie Ryanair und auf der Langstrecke von arabischen Fluggesellschaften wie Emirates in die Zange genommen. „Wir wollen uns fit machen für die Zukunft“, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther am Samstag in der „Tagesschau“. Dieses Zukunftsprogramm richte sich im internationalen Wettbewerb gegen die „Staatscarrier vom Golf, die mit Dumpingpreisen operieren“ und gegen die Billigcarrier, „die uns das Leben in Europa schwer machen“.

Die Gewerkschaft Verdi befürchtet vor allem Personalabbau und Lohnkürzungen. „Da werden wir einen Riegel vorschieben“, sagte Sprecherin Martina Sönnichsen am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Konzern wolle seinen operativen Spielraum erhöhen, darunter dürften aber nicht die Mitarbeiter leiden, die die Qualität miterarbeitet hätten. Von einem Treffen mit Konzernvertretern am 10. Mai erhofft sich die Gewerkschaft mehr Klarheit über die Pläne des Unternehmens.

Im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa unter dem Strich 13 Millionen Euro Verlust geschrieben – vor allem wegen schlechter Zahlen bei ihren Sorgenkinder Austrian Airlines (AUA) und der inzwischen verkauften British Midland (BMI).

Auch der Marke Lufthansa ging es nicht gut: „Im Jahr 2011 haben wir gerade noch ein Prozent unseres Umsatzes nach Abzug aller Kosten als Gewinn erwirtschaften können“, schreibt Spohr.

Die Eckdaten für das Programm mit dem Namen „Score“ hatte Lufthansa-Chef Christoph Franz schon im Februar genannt. Im Jahr 2015 sollen die Kosten von Europas größter Fluggesellschaft um 1,5 Milliarden Euro niedriger liegen als noch 2011. Nun ist klar: Zu den 1,5 Milliarden Euro soll die Kernmarke Lufthansa alleine 900 Millionen beitragen – davon 600 Millionen Euro durch Einsparungen und 300 Millionen Euro durch höhere Erlöse.

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Lufthansa schlägt drastischen Sparkurs ein

21.04.12 (Travel-News)

Lufthansa schlägt drastischen Sparkurs ein

Teilweise Abschaffung der Ersten Klasse auf Langstrecken geplant
Die Lufthansa will laut einem Medienbericht einen drastischen Sparkurs einschlagen und dabei unter anderem auf vielen Langstreckenflügen die Erste Klasse abschaffen. Ausserdem soll die Flotte in den kommenden drei Jahren nicht mehr wachsen. Betroffen ist auch die Swiss.

(sda/afp/dpa) Die «Süddeutsche Zeitung» berichtete über die geplanten Sparmassnahmen am Samstag unter Berufung auf einen Brief des Leiters des Lufthansa Airlinegeschäfts Passage, Carsten Spohr, an die Mitarbeiter. Weiter soll das Geschäft ausserhalb der Drehkreuze München und Frankfurt mit demjenigen der Billigtochter Germanwings zusammengelegt werden. Unter wessen Dach bleibt offen.
Ergebnis um fast eine Milliarden verbessern

Defizitäre Strecken sollen gestrichen werden und auch die Gehälter sind vor Sparmassnahmen nicht gefeit. Mit den Sparmassnahmen soll gemäss Brief das Ergebnis im Passagiergeschäft um fast eine Milliarde Euro jährlich verbessert werden und den Gewinn ab 2014 deutlich steigern. Die Massnahmen seien allerdings zum Teil noch nicht formal beschlossen.

Die Eckdaten für das Lufthansa-Sparprogramm hatte Lufthansa-Chef Christoph Franz schon im Februar genannt: Im Jahr 2015 sollten die Kosten des Konzerns um 1,5 Milliarden Euro niedriger sein also im Jahr 2011. Zu den 1,5 Milliarden Euro an Einsparungen soll die Kernmarke also knapp eine Milliarde beitragen.
Konzernweites Sparprogramm

Spurlos wird das Lufthansa-Sparprogramm «Score» auch an der Swiss nicht vorbeigehen: Am Standort Schweiz und bei der Swiss werden die Kosten überprüft. Die Schweiz sei ein relativ teurer Standort, hatte Franz Ende März in der «Sonntagszeitung» gesagt.

«Wir werden uns daher überlegen müssen, in welchem Umfang und wo wir es uns noch leisten können, personalintensive Leistungen zu erbringen», sagte Franz. In Deutschland würden Jobs wegfallen, in der Schweiz sei es Sache der Swiss, Massnahmen vorzuschlagen. Ziel sei letztlich, das Volumen im Konzern zu bündeln.

Der Lufthansa-Konzern, zu dem auch die Fluggesellschaften Swiss und Austrian Airlines gehören, hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von insgesamt rund 13 Millionen Euro gemacht.

Die Swiss hingegen hatte im Jahr 2011 einen Gewinn von rund 300 Millionen Franken erzielt. Dies war weniger als noch im Jahr zuvor. Drastisch war der Rückgang des operativen Gewinns vor allem in den letzten drei Monaten des Jahres, als die Kerosinpreise stark in die Höhe schossen. Im Jahr 2012 erwartet die Swiss keine Veränderung der Situation.
Swiss auch betroffen

Am geplanten Flottenausbau und -ersatz will die Swiss dennoch festhalten. Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, dass auch die Swiss Ertragssteigerungsmassnahmen erarbeite. Sie hätten aber nicht dasselbe Ausmass wie die geplanten Massnahmen bei der Lufthansa- Passage.

Swiss-CEO Harry Hohmeister hatte im März in der «NZZ am Sonntag» angekündigt, 100 Millionen Franken einsparen zu wollen. Auf der Kostenseite sollte dieser Betrag bis 2015 mit einem Einstellungsstopp in der Administration und Strukturüberprüfungen erreicht werden und auf der Einnahmeseite mit Effizienzsteigerungen bei der Flotte.

Um die hohen Kerosinpreise zu kompensieren, zieht Hohmeister Aufschläge von 15 bis 20 Franken auf Ticketpreisen für Europaflüge in Betracht.

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Pilotenstreik: Iberia streicht 121 Flüge

14.04.12 (Travel-News)

Pilotenstreik: Iberia streicht 121 Flüge

Wegen eines Pilotenstreiks hat die spanische Fluggesellschaft Iberia am Freitag 121 Flüge gestrichen. Damit sei mehr als ein Drittel der 333 geplanten Verbindungen abgesagt worden, teilte die Airline auf ihrer Internetseite mit.

Auch Flüge zwischen Madrid und Frankfurt, Düsseldorf und Berlin seien betroffen. Die Pilotengewerkschaft Sepla hatte am Ostermontag eine neue Serie von Streiks begonnen. Die Iberia-Piloten waren aufgerufen worden, für die Zeit bis zum 20. Juli an jedem Montag und Freitag die Arbeit niederzulegen.

Die Streiks richten sich gegen die Gründung der Billigfluggesellschaft Iberia Express, die am 25. März den Betrieb aufnahm. Die Pilotengewerkschaft sieht darin einen Verstoß gegen die Tarifverträge. Ein Gewerkschaftssprecher äußerte den Verdacht, Iberia solle in eine Billigfluggesellschaft von British Airways verwandelt werden. Beide Unternehmen hatten sich vor gut einem Jahr zusammengeschlossen.

Iberia betrachtet den Streik als unzulässig, weil die Neugründung nach Ansicht der Gesellschaft durch das Prinzip der unternehmerischen Freiheit gedeckt sei. Das Unternehmen stellte vor Gericht den Antrag, den Ausstand für illegal zu erklären. Nach Angaben von Iberia entstanden dem Unternehmen an jedem Streiktag Einbußen von jeweils drei Millionen Euro. Der Versuch einer Schlichtung scheiterte. Dies hatte eine Verschärfung des Konflikts zur Folge.

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Schnäppchen-Stadt Bangkok

14.04.12 (Travel-News)

Schnäppchen-Stadt Bangkok

Im ersten Quartal dieses Jahres schwankten vor allem die Hotelpreise in Deutschland stark. Weltweit sprangen die Preise teilweise deutlich nach oben – etwa in Rio oder Mexiko-Stadt.

In Bangkok waren die Hotelzimmer im ersten Quartal diesen Jahres mit 57,97 Euro am günstigsten.

Die wichtigsten Eckdaten vorneweg: Rio ist mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 239,49 Euro weltweit am teuersten. Bangkok mit 57,97 Euro am günstigsten. In Europa steht nach wie vor Moskau mit einem Zimmerpreis von 151,90 Euro an der Spitze. Schlusslicht ist Prag mit 60,86 Euro pro Zimmer. In Deutschland sind Zimmer in Köln mit 100,67 Euro am teuersten. Am günstigsten schlafen lässt es sich für 74,97 Euro pro Zimmer in Dresden.

Zu diesen Ergebnissen kommt der Hotelpreisradar von HRS. In Deutschland entwickelten sich die Zimmerpreise im ersten Quartal 2012 sehr unterschiedlich. Den größten Anstieg verzeichnete Stuttgart mit einem Plus von zehn Prozent auf durchschnittlich knapp 93 Euro pro Zimmer und Nacht. Die baden-württembergische Landeshauptstadt profitierte von der guten wirtschaftlichen Lage in der Region. Zudem führten gut besuchte Messen wie die nur alle zwei Jahre stattfindende Intergastra zu einer deutlich gestiegenen Zimmernachfrage und damit zu höheren Preisen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Anders die Situation in Frankfurt: Viele neue Hotels in der Mainmetropole drücken die Preise. Der durchschnittliche Zimmerpreis betrug in Frankfurt im ersten Quartal gut 97 Euro. Das sind rund 5,8 Prozent weniger. Damit gibt Frankfurt die Spitzenposition der teuersten Hotelstädte Deutschlands an Köln ab. Die Domstadt profitierte besonders von hohen Zimmerpreisen in der Karnevalswoche und großen Messen wie der Möbelmesse IMM oder der Süßwarenmesse ISM, die für eine hohe Zimmerauslastung sorgten.

Top 5 deutsche Destinationen (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum)

Köln 100,67 Euro (- 1,34 Prozent)
Frankfurt 97,48 Euro, (- 5,82 Prozent)
Düsseldorf 97,37 Euro (- 0,31 Prozent)
Nürnberg 93,23 Euro (+ 5,33 Prozent)
Hannover 93,17 Euro (+ 2,66 Prozent)

Europaweit liegt Moskau nach wie vor an der Spitze, obwohl Wien, Paris, London und Prag zu den am häufigsten besuchten Städten im ersten Quartal gehörten. Während die Zimmerpreise in Wien mit knapp 91 Euro pro Nacht nahezu unverändert blieben, profitierten besonders London und Prag vom ungebrochenen Trend zu Städtereisen. In der diesjährigen Olympiastadt stiegen die durchschnittlichen Zimmerpreise im ersten Quartal um gut 4,9 Prozent auf 125 Euro pro Nacht. Hotelübernachtungen in Prag verteuerten sich um mehr als neun Prozent auf immer noch günstige 61 Euro pro Zimmer und Nacht. Ähnlich günstig konnten Besucher in Budapest übernachten. In der ungarischen Hauptstadt lagen die durchschnittlichen Zimmerpreise bei knapp 64 Euro pro Nacht und waren damit etwa 1,9 Prozent günstiger.
Krisen in Portugal und Athen drücken Hotelpreise

In jeder zweiten europäischen Metropole gaben die Hotelpreise nach. Am sta¨rksten fiel das Minus mit über zehn Prozent in Oslo und knapp neun Prozent in Lissabon aus. Portugal leidet stark unter einer nationalen Wirtschaftskrise. Unter anderem das damit verbundene rückläufige Geschäftsreise-Aufkommen ließ die Hotelpreise in Lissabon auf knapp 69 Euro pro Nacht fallen. Erneut sinkende Preise ermittelte HRS auch für Athen. Die griechische Hauptstadt leidet weiterhin unter dem Rückgang bei Business Travelern und Städtereisenden, was die Hotelpreise drückte. Knapp 76 Euro mussten Athen-Reisende im abgelaufenen Quartal durchschnittlich für ein Hotelzimmer bezahlen, was ein Minus von mehr als zwei Prozent bedeutet.

Top 5 Destinationen Europa

Moskau 151,90 Euro (- 0,31 Prozent)
Zürich 144,10 Euro (- 0,02 Prozent)
Stockholm 126,60 Euro (+ 3,7 Prozent)
London 125,00 Euro (+ 4,92 Prozent)
Paris 119,78 Euro (+ 1,95 Prozent)

Außerhalb Europas entwickelten sich die Preise fast ausschließlich nach oben. In 18 der 20 untersuchten Städte stiegen die Preise – häufig sogar im zweistelligen Prozentbereich. Den größten Preissprung mit gut 48 Prozent erlebte Rio de Janeiro. Aufgrund des starken Wirtschaftswachstums und der im Zuge der Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2014 verbesserten Infrastruktur steigen seit Monaten die Raten für Hotelübernachtungen am Fuße des Zuckerhuts. Mit einem Preis von durchschnittlich gut 239 Euro pro Nacht nimmt Rio de Janeiro den Spitzenplatz unter den teuersten Hotelstädten weltweit ein und übertrumpft den letztjährigen Spitzenreiter Sydney.
Papstbesuch beflügelt Geschäft in Mexiko-Stadt

Hohe Preisaufschläge von mehr als 20 Prozent verzeichnete HRS neben Rio auch für Miami, Hongkong und besonders Mexiko-Stadt. Über fallende Zimmerpreise konnten sich Reisende in Buenos Aires und Mumbai freuen. In Mumbai kostete ein Hotelzimmer mit durchschnittlich knapp 100 Euro rund 18 Prozent weniger.

Top 5 Destinationen weltweit (ohne Europa)

Rio de Janeiro 239,49 Euro (+ 48,33 Prozent)
Sydney 179,72 Euro (+ 4,64 Prozent)
New York 142,58 Euro (+ 5,3 Prozent)
Tokio 141,94 Euro (+ 15,74 Prozent)
Singapur 139,34 Euro (+ 6,46 Prozent)

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Wuhan neuntes Ziel in China

14.04.12 (Travel-News)

Wuhan neuntes Ziel in China

Air France startet mit Nonstop-Flügen von Paris in die chinesische Metropole Wuhan. Es ist das neunte Ziel der Air-France-KLM-Gruppe im Großbereich China.

Dreimal pro Woche bietet Air France die Destination Wuhan an. Die Strecke wird mit einer Boeing B-777-200ER bedient. Sie hat 35 Business-Class-Sitze, 24 Plätze in der Premium Economy (Premium Voyageur) und 25 in der Economy.

Wuhan gehört zu den vielen Millionenmetropolen in der Volksrepublik China. Dort leben etwa neun Millionen Menschen, davon 1,2 Mill. Studenten. Die Stadt ist der drittgrößte Universitätsstandort im Land. Neben der Automobilindustrie sind forschende Unternehmen eine wichtige wirtschaftliche Stütze. 80 französische Unternehmen unterhalten dort Niederlassungen.

Air France will aber nicht nur deren Mitarbeiter befördern. Um chinesische Passagiere zu gewinnen, werden sprachkundige Flugbegleiter an Bord sein. Es wird chinesische Filme geben und landestypisches Essen.

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Tarifrunde mit Ufo vor dem Start

14.04.12 (Travel-News)

Tarifrunde mit Ufo vor dem Start

Am Montag beginnt bei der Lufthansa die Tarifrunde für das Kabinenpersonal. Die Gewerkschaft Ufo will hörere Reallöhne erreichen und rechnet mit schwierigen Gesprächen.

Die Forderung nach höheren Reallöhnen für das Kabinenpersonal der Lufthansa zählt zu den Kernforderungen der Gewerkschaft in den bevorstehenden Tarifgesprächen. Daneben will Ufo vor allem dem Einsatz von Leiharbeitern auf LH-Maschinen einen tariflichen Riegel vorschieben. Aus Sicht der Gewerkschaft wird dies höchste Zeit. Schließlich hat der Kranich-Carrier bereits beschlossen hat, in Berlin eigene Flugzeuge mit Leiharbeitern zu besetzen.

Wobei die Arbeitnehmer-Vertretung eigenen Aussagen zur Folge aber auch unabhängig von den Tarifverhandlungen gegen das aktuelle LH-Projekt in der Hauptstadt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der betrieblichen Mitbestimmung vorgehen will.

Angesichts der von der Lufthansa verkündeten Sparanstrengungen rechnet die Gewerkschaft mit schwierigen und konfliktträchtigen Tarifverhandlungen. Lufthansa-Passagiere dürften dies mit einigem Unbehagen hören.

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